Winter in Flaggenstein

Liebe Untertäninnen und Untertanen, liebe Flaggensteinbesucherinnen und Besucher,

während die Adventszeit beginnt, spüre ich mal wieder die Last, welche ein König aus Liebe zu seinen Bürgen auf sich nimmt. Meine schwere Goldkrone gefriert allmählich durch die kalten Tage auf meinem grauen Königshaar. Nein, das ist nicht lustig!

Die Gruppe um das Marionettenprojekt lässt sich dagegen von Wind und Wetter auf dem Dachboden nicht erschüttern und dreht tapfer ihre Szenen Schritt um Schritt. Oder heißt das Schnitt um Schnitt?

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Foto: Miklos, Jana, Christian, Sammy (teilw. nicht zu sehen) drehen die 3. Folge von Lektion 1: Wie man einen Drachen rettet.

Nachdem der Kerkermeister Dieter Dietrich endlich einen Gefangenen in der dunklen Zelle zu bewachen hat, sind plötzlich Schritte zu hören. Die klappern die steinerne Treppe zur Kerkertür hinunter. Hm, wer das wohl ist? Ich wäre ja zu neugierig und würde ja zu gerne nachsehen, aber bitte – meine Damen und Herrschaften und liebe Kinder – ein König hats nicht leicht. Vielleicht erinnert ihr euch oder wisst ihr schon, dass es schon bald zu einer geheimnisvollen Enthüllung kommen wird? Und nun stellt euch mal vor: Das Fernsehen will davon berichten! Darum habe ich mir vorgenommen, gleich ein heißes Sprudelbad zu nehmen. Jaja, ich weiß, eigentlich bade ich ja nur einmal im Jahr und das wäre erst im nächsten Monat. Aber was tut man nicht alles für Flaggenstein … Drum lasse ich euch jetzt alleine und schaut doch lieber selbst einmal nach, wer da so klappernd die Treppe zum Kerker hinabsteigt… Die Auflösung gibts entweder im Buch oder in Folge 3, die ungefähr im März 2017 veröffentlicht wird.

Ach, wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Kindern für den Spaß und das Durchhalten bei unserem Marionettenprojekt. Und nun wünschen wir allen eine friedliche Adventszeit und eine schöne Winterzeit. Vielleicht gibts ja irgendwann Schnee?

Hoheitsvoll Karl König von Flaggenstein 😉

So, jetzt aber Augen zu oder Tür schließen. Der Herr König nimmt nun sein Bad! Blubb…

Der Dreh von Folge 3 kann beginnen!

Liebe Gäste, wir freuen uns sehr, euch mitteilen zu können, dass unser Marionettentheater wieder seine Vorhänge öffnet! Mit dem neuen Schuljahr führen wir das Marionettentheater weiter und starten am 20.09.2016 mit dem Dreh der 3. Folge. Der Dreh von Folge 3 kann beginnen! weiterlesen

Mitglieder des Projektes: Frank

Liebe Gäste,

heute stellen wir euch Frank vor, den wir als 1. Mitglied unseres Marionettenprojekts bezeichnen können. Er war bereits am ersten Aufbau des Koffertheaters beteiligt und hatte den Wunsch, einen Marionettenfilm zu drehen. Um ihn und den anderen diesen Wunsch zu erfüllen, schrieb Michael Kästner ein Marionettenstück. Niemand konnte ahnen, dass es zu einem Projekt wird, das inzwischen im Sinne der Entwicklung und Förderung der Kinder viel mehr ist als ein kleines Fadenpuppenspiel. Judith Träger hat mit Frank ein Portraitvideo gedreht, dass wir hier gerne zeigen. Wir stellen vor: FRANK…

Projektvideos – Wir bei der Arbeit

Hier findest du Projektvideos und lernst unsere Arbeit kennen. Rasch wird klar, dass wir unsere Szenen mit viel Anspruch und Ehrgeiz drehen. Missgeschicke werden weggelacht oder konzentriert übergangen. Fehler oder zu viele Anweisungen auf einmal werden tapfer ignoriert. Jede Projekteinheit dauert ca. 30 bis 45 Minuten und ist meist viel zu schnell wieder um. Doch schau uns doch selbst einmal über die Schultern oder auf die Puppen…

Projektvideo: Übung für die erste Szene von Abenteuer in Flaggenstein. Opa und Lukas sind die Star des Aufzugs:

DAS KOFFERTHEATER

Vor gar nicht langer Zeit fand ich meine vierzig Jahre alten Marionetten in Dachbodenschachteln. Es gelang mir dann in den Folgemonaten, neue Figuren meist sehr günstig zu ersteigern oder gebraucht zu kaufen. Um das Medium der Fadenfiguren zu den Kindern in unsere Gruppen zu bringen, musste eine mobile Lösung her: Ein alter Wanderkoffer und ein nicht mehr benötigtes Regal bildeten die Grundelemente. Mein Ziel war es, eine einfache Marionettenbühne zu bauen. Das Besondere dabei: Eigentlich bin ich nicht gerade handwerklich geschickt ;-). In der Folge des Projekts ist das eigentlich ein Schwerpunkt unseres Strebens: DAS KOFFERTHEATER weiterlesen

Deutschland im Halbfinale!

Guten Morgen, meine Damen und Herren! Hier ist wieder ihr Reporter Paul Plaudertasche. Ich melde mich hier live aus Flaggenstein. Bei mir habe ich Frau Groß, mit der wir nun ein Interview führen:

Paul Plaudertasche: Liebe Frau Groß, unsere Mannschaft steht im Halbfinale zur Europameisterschaft 2016. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Frau Groß: Meine Nerven! Hätten die Boum net aweng früher a Door schäyßen könna? Mäyn die denn in a Elfmetaschäyßen kumma? I man, dey ham fei goud gspielt. Wäy däy vorgange sin, so akribisch, als dädns Schach spüln oder a Schloss knacken.

Paul Plaudertasche: Nun, Frau Groß, haha. Sie müssen schon zugeben, dass das Elfmeterschießen ein Höhepunkt des Turniers war!

Frau Groß: No freili! Mei, mir hat fei der Mo do Leid ton, der mit di graue Haar. I hob denkt, der schäyßstn etz nei. Aber als der dräyber gschossen hot, meine Nerven! I därf mir suwos nimmer ouhschaun. I man, die Leute in Flaggenstein wissen doch, des i mi net aufregn därf.

flaggenstein Frau gross

Die wissen doch, was sonst passiert!

Paul Plaudertasche: Nun gut, Frau Groß. Nun ist es ja vorbei und wir freuen uns schon auf das nächste Spiel unserer großen Mannschaft gegen…

Frau Groß: …Fronkreisch oder Ischland!

Paul Plaudertasche: Ah, ich sehe, da kennt sich jemand aus! Danke Frau Groß für das Interview! Dies war für Sie, haha, live aus Flaggenstein, Paul Plaudertasche. Wir schalten nun zurück zur äh Homepage, haha…

Reich ist, wer träumen kann

Der arme Poet Marionettencollage

Es ist ein regnerischer Sommertag und wieder tropft es rhythmisch durch das Dach. Wie du siehst, ist Kasperle zu Hause geblieben und feilt wieder an ein paar Buchstaben für sein Gedicht, das schon seit Jahren kein Ende finden will. Wer es im Leben zu etwas bringen will, der sollte sich nicht allein aufs Träumen verlassen. Doch wehe dem, der gar nicht träumen kann. Er mag einen dicken Geldbeutel haben, doch sein Herz ist arm. Traurig, dass er es am Ende vielleicht gar nicht spürt.

Manchmal, an einem Tag wie diesen, kann man ein wenig loslassen und sich seine eigene kleine heile Welt erträumen. Und nur du selbst weißt, woraus sich dieser kurze Augenblick zusammensetzt. Lass uns nun einmal in das Innere vom Kaperle schauen und zusehen, woran er gerade denkt…

Man könnte meinen, der kleine Poet könne sich nicht einmal einen Teppich leisten. Doch das denkst vielleicht du! In Wirklichkeit siehst du in dieser Szene den wertvollen, hunderte Jahre alten Holzboden des großen Rittersaals in der Nürnberger Kaiserburg! Das glaubst du nicht? Dann sieh nur:

Kaiersburg Nbg Collage k

Die Wände von Kasperles Zimmer findet man in Wirklichkeit in den zugänglichen Gewölben der Würzburger Festung und die Decke sowie das Fenster wurden aus einfachen Unterkünften vom Urlaub am Plattensee in Ungarn entnommen und zu diesem Zimmer zusammengefügt.

Der kleine Poet hat es sich auf einer kleinen Schmuckschatulle gemütlich gemacht und sich in ein Sticktischdeckchen eingekuschelt. Auch der Ofen ist eine Schatulle und als Ofenrohr dient eine kleine Taschenlampe, an die schließlich noch ein Zylinder gehängt ist, der sonst als Verzierung für Flaschen dient.

Das dicke Buch mit den Blumen stammt aus dem Jahre 1965. Meine Oma Rosa (Oma „Hut“) hatte es sich wohl viel später eingebunden und darin kleine Aufzeichnungen gemacht. Vielleicht wird Kasperle eines Tages dazu kommen, die kleinen Buchstaben darin zu lesen und etwas Rührendes darin entdecken.

Natürlich wirst du auch andere kleine Gegenstände finden, die alle zusammen ein wenig ein Bild ergeben, das Kasperle das Gefühl gibt, er habe es schon einmal irgendwo gesehen.

Und vielleicht hast du ja auch schon dieses Gefühl gehabt, die Szene zu kennen? Tatsächlich hat es vor langer Zeit ein berühmter Maler so ähnlich auf Leinwand gezaubert. Oder stand Kasperle vielleicht Modell dafür?

Ach und sieh nur, dass die Jacke links an der Wand fehlt, die man auf dem Originalgemälde bewundern kann. Doch das macht nichts.

Es ist schließlich Sommer in Kasperles Träumen…

Willkommen in Flaggenstein!

Herzlich willkommen in Flaggenstein! Lasse auch du dich von den Abenteuern in den Bann ziehen, die Lukas und seine Freunde hier erleben. Flaggenstein ist nämlich nicht wie andere Städtchen. Die Bewohner hier glauben doch noch tatsächlich an Märchenfiguren!

Flaggenstein Marktplatz

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Abenteuerliche Grüße von

Michael Kästner